Zuerst: Neu flashen
Wenn der Router nach dem Update über die Webseite deines Routers nicht mehr funktioniert, versuche per tftp die Freifunkfirmware erneut zu installieren. Benutze dazu die Anleitung für das erstmalige Installieren der Freifunkfirmware.
Passwort vergessen (der einfache Weg)
Hat der Router eine Firmware der Version 1.2.5 oder höher, kann Du folgendes versuchen:
- Verbinde den Router mit dem Netzteil.
- Sobald der Bootloader den Linuxkernel lädt, drückst Du die Resettaste und hältst sie gedrückt. Bei den meisten Routern verlischt die PowerLED, sobald der Linuxkernel geladen wird. Zumeist gilt also: Warten bis die PowerLED ausgeht, Resetknopf drücken.
- Hast Du es richtig gemacht, flackert die PowerLED hecktisch vor sich hin und ruft Dir zu: Failsafe-Mode ist aktiviert!
- Öffne eine Konsole (Windowsbenutzer:
Start→Ausführen→cmd) und gebe ein: telnet 192.168.1.1(evtl beim Buffalo 192.168.11.1)- Du sieht einen OpenWRT Begrüßungstext, wenn Du es richtig gemacht hast.
- gebe ein:
passwdund Du kannst ein neues Passwort eingeben. - starte den Router neu:
reboot - fertig. Einen Kaffee hast Du Dir jetzt verdient!
Klappt dieser einfache Weg bei Dir nicht, dann versuch das NVRAM zu löschen.
Falsche Einstellungen (NVRAM loeschen)
Das NVRAM speicher alle Konfigurationsdaten des Routers. Ein Löschen des NVRAM ist notwendig wenn am Router falsche Einstellungen vorgenommen worden sind und man ihn weder per Webinterface noch ueber die ssh-Konsole erreichen kann.
Router der Firma Linksys
Bei Linksysen ist Vorgang ist relativ einfach: Druecke den Reset-Knopf am Linksys bevor Du ihn einschaltest und halte ihn gedrueckt. Dann den Linksys einschalten und den Reset-Knopf noch ca 10 Sekunden gedrueckt halten. Nun sollte Dein Linksys mit den Standardeinstellungen des Bootloaders wieder starten (alle Einstellungen werden geloescht und durch die Standard-/Werkseinstellungen ersetzt). Benutzername und Passwort lauten wieder root und admin.
Löschen auf der Kommandozeile
- Verschaffe Dir Zugang per Kommandozeile. Entweder wie oben unter Passwort vergessen (der einfache Weg) beschrieben oder, wenn es noch geht, per ssh.
- auf dem Router gebe folgendes ein (hierfür braucht der Router Verbindung zum Internet):
cd /tmpchmod a+x /tmp/nvram-clean.sh/tmp/nvram-clean.shnvram commitreboot- fertig!
- alternativ (keine Internetverbindung notwendig):
- Achtung: Die kann mehr Probleme erzeugen, als es löst. Es funktioniert beim Asus 500 Deluxe und bei Linksysroutern. Eventuell muss die Firmware hiernach neu geflasht werden.
mtd -r erase nvram- wenn der Fehler
No valid command enteredkommt, dannmtd erase nvram - fertig!
Gar nichts geht mehr! :-(
Wenn Dein Router sich auch per TFTP nicht mehr flashen lässt, bleiben Dir immer noch zwei Möglichkeiten. Vorausgesetzt natürlich, dass Dein Haustiger kein Stück von der Routerplatine abgebissen hat oder Du sonstige Hardwarefehler hast. Dann hilft manchmal noch der Lötkolben.
Serielle Schnittstelle
Solange aber der Strom noch fließt, kannst Du deinen Router per Serieller Schnittstelle ansprechen.
- Einen RS232 Pegelwandler besorgen/bauen/ausleihen. Ältere Handykabel (z.b. Siemens) haben solche eingebaut.
- Einen PC mit einer Seriellen Schnittstelle suchen oder eine USB zu Seriell Adapter besorgen.
- Wissen, wo sich die serielle Schnittstelle auf Deinem Router befindet. Hilfreich können die Dokumentationen der einzelnen Router von Openwrt sein bzw. die Hardware-Tabelle von dort. Ansonsten ist Google Dein Freund.
- Serielle Schnittstellen von PC und Router verbinden. Hier musst Du wahrscheinlich löten.
- Ein Terminalprogramm (Windows Hyperterminal wird schon gehen) öffnen und die Schnittstelle auf die Baudrate des Routers einstellen.
- Bei Linksys Routern: 115200 Baud, 8bit, keine Parität, 1 Stopbit. In Kurzform: 115200 8N1
- Beim Neustart solltest Du einige Meldungen sehen, zumindest der Bootloader sollte sich melden.
- Kommt nichts an: RX- und TX- Kabel vertauscht?
- Kommt nur Salat: Falsche Baudrate?
JTAG
Geht auch die serielle Schnittstelle nicht mehr, ist JTAG noch eine gute Chance. Ist zwar nicht komplizierter als die serielle Schnittstelle, wird aber nur in sehr üblen Fällen notwendig. Siehe diese Beschreibung von JTAG-Kabeln und der nötigen Software bei OpenWRT.
Der einfachste JTAG-Adapter besteht aus einem D-SUB25-Stecker, fünf Widerständen und einigen Kabeln, der am Parallelport eines PC angeschlossen wird. Bei ihm müssen aber die Kabel kurz gehalten werden, da er störanfällig ist.
Ein Wiggler ist angeblich die bessere Alternative. Ein Projekt zum Selbstbau findest Du hier.
Wer immer Informationen dazu hat, schreibe sie doch hier rein.

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