Die benötigten Gerätschaften PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von halfmoon ( Robert )   
Montag, 18. September 2006

Die benötigten Gerätschaften

bueffel Nachdem wir nun wissen, mit welcher Software der Datenverkehr geregelt wird, muss natürlich auch eine geeignete Hardware gewählt werden. Da darauf eigene Software installiert und zum Laufen gebracht werden muss, wird schnell klar, dass es der 08/15 AP vom nächsten Discounter nicht tut. Wir haben im Grunde zwei naheliegende Möglichkeiten, einen AP(Access Point) aufzubauen:

Inhaltsverzeichnis:

  1. Buffalo WHR-G54S
  2. Der Linksys WRT54G / WRT54GS bis Version 4
  3. Der "WRT-Ersatz" Asus WL500g Deluxe
  4. ANDERE GERÄTE
  5. Der PC-Hardware-AP


Der Buffalo WHR-G54S

Im Moment empfehlen wir die Benutzung des  Buffalo AirStation Turbo G Router, 54Mbps (WHR-G54S). Er ist OPEN-WRT - fähig und einfach per TFTP zu flashen. Im Moment belaufen sich die Anschaffungskosten um die 45 € und bietet einen preiswerten Einstieg in die Welt des freien Funkens. Mithilfe der Vorhandenen SMA-RP-Buchse lassen sich auch andere, leistungsstärkere, Externe Antennen anschließen. Auf Grtund seines geringen Stromverbrauchs eignet er sich nicht so gut für lange POE (Power Over Ethernet) Strecken.

Der Linksys WRT54G / WRT54GS bis Version 4

Linksys war einer der ersten Hersteller, die Linux auf ihren Access-Points einsetzten. Die GPL-Lizenz, unter der Linux steht, macht es demjenigen, der es vertreibt (kommerziell oder nichtkommerziell) zur Pflicht, seine Abwandlung immer mit Source-Code zu vertreiben. Nach einigem Ringen mit Linksys ist dann der Source-Code zum Download erschienen und sofort ist die Distribution Open-WRT entstanden. Fortan hatte man also einen Preiswerten AP, auf dem man eigene Software installieren und laufen lassen konnte. Wie der Name schon sagt, wird Open-WRT nur fuer die WRT54G(S) entwickelt, ist mittlerweile aber auch auf anderen APs lauffaehig, die den selben Chipsatz in sich tragen, welche in Deutschland jedoch kaum erhaeltlich und teurer sind. Das Kreuz von Open-WRT ist jedoch die Bedienung und Einrichtung ueber die SSH-Console, was man Laien und sich selbst (Hilfe-Anfragen) kaum zumuten kann.

Das Problem erkennend und auf Open-WRT aufbauend hat Sven-Ola aus der Berliner Freifunk-Community eine eigene Firmware gestrickt, die Freifunk-Firmware (FFF), die mit einfacher Installation und Einrichtung über Web-Interface endlich allen Menschen den Zugang zum Freifunk-Netz ermöglicht, was letztendlich auch die Voraussetzung zur Durchsetzung des Freifunkgedanken ist. Weiterer Vorteil der Kombination aus Linksys und FFF gegenüber anderen APs ist die Verstellbarkeit der Sendeleistung und des bevorzugten Antennenanschlusses, was die Einhaltung von Grenzwerten bei der Nutzung von Selbstbauantennen stark vereinfacht.


Die neue Produktionsserie der WRT54G/GS (ab Version 5) - Serie hat dem Gerät weniger Arbeitsspeicher verpasst sowie den Chipsatz verändert sie sind somit nicht mehr für die Freifunkfunkfirmware geeignet! Deswegen raten wir euch zum Kauf eines Buffalo WHR-G54S oder Asus WL500g DELUXE.

Alternativ gibt es noch die WRT54GL - Serie von Linksys, mit wenig Arbeitsspeicher, aber immer noch Linuxtauglich. 

Der Linksys WRT hat ein geregeltes Netzteil das sich für lange POE Strecken sehr geut eignet. 

Der "WRT-Ersatz" Asus WL500g Deluxe

Der Asus ist ein Accesspoint der dem WRT in nichts nachsteht. Sein Preis mit rund 80 € ist in etwa auf dem gleichen Level wie der des WRTs. Ein Vorteil des Asus sind die beiden USB 2.0 - Ports, an den man fast alles anstecken kann, was ein USB 2.0 port hat. Der Asus kommt mit 32 MB Arbeitsspeicher daher und ist somit den alten WRT54GS ebenwürdig.

siehe auch WRT-Bezugsquellen

ANDERE GERÄTE

sind mit Vorsicht zu genießen... eine Liste aller Linux-tauglichen Geräte findet ihr unter http://wiki.openwrt.org/TableOfHardware Bitte denkt daran, hier müsst ihr unter Umständen mehr Erfahrung mit dem Umgang unter Linux mitbringen, da noch verschiedene Pakete "hinterher installiert" werden müssen, z.b. den OLSRd.

Der PC-Hardware-AP

Hat man noch alte PC-Hardware ab Pentium-200 bei sich rumzustehen, die nur einstaubt, könnte sie der nächste AP werden. Was man braucht sind eine PCI-WLan-Karte mit vernünftigem Linux-Support, evtl. eine Netzwerkkarte, ein wenig Lust, sich mit Linux auseinanderzusetzen (sofern nicht schon geschehen) und ein wenig Kreativität beim Entwurf eines outdoor-tauglichen Gehäuses. Will man sich nicht auf mechanische Teile verlassen, ist die Anschaffung eines CompactFlash-zu-IDE Adapter in Erwägung zu ziehen. Darauf wird dann ein minimalistisches Linux installiert, dass eigentlich nur Netzwerkfunktionalität incl. Wirelss-Utilities liefern muss. OLSRd raufkopieren, konfigurieren und in ein boot-script eintragen, fertig ist der AP. Dieser Lösung sehr ähnlich ist die Benutzung von Embedded-Boards, wie zB. WRAP oder Soekris auf Basis des AMD Geode Chipsatzes. Diese sind kleiner, stromsparender und tragen schon den Compact-Flash-Einschub auf der Platine. Desweiteren sind sie von Hause aus Power-over-Ethernet-fähig und können mit einer Spannung von 7-18V versorgt werden. Als WLAN-Karten kommen Mini-PCI-Karten zum Einsatz, wie es sie bei Ebay mit Atheros-Chipsatz zu selben Preisen, wie die PCI-Karten gibt.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 14. November 2006 )
 
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