Die benötigten Gerätschaften
Nachdem
wir nun wissen, mit welcher Software der Datenverkehr geregelt wird,
muss natürlich auch eine geeignete Hardware gewählt werden. Da darauf
eigene Software installiert und zum Laufen gebracht werden muss, wird
schnell klar, dass es der 08/15 AP vom nächsten Discounter nicht tut.
Wir haben im Grunde zwei naheliegende Möglichkeiten, einen AP(Access Point)
aufzubauen:
Inhaltsverzeichnis:
- Buffalo WHR-G54S
- Der Linksys WRT54G / WRT54GS bis Version 4
- Der "WRT-Ersatz" Asus WL500g Deluxe
- ANDERE GERÄTE
- Der PC-Hardware-AP
Der Buffalo WHR-G54S
Im Moment empfehlen wir die Benutzung des Buffalo AirStation Turbo G Router, 54Mbps (WHR-G54S). Er ist OPEN-WRT - fähig und einfach per TFTP zu flashen. Im Moment belaufen sich die Anschaffungskosten um die 45 € und bietet einen preiswerten Einstieg in die Welt des freien Funkens. Mithilfe der Vorhandenen SMA-RP-Buchse lassen sich auch andere, leistungsstärkere, Externe Antennen anschließen. Auf Grtund seines geringen Stromverbrauchs eignet er sich nicht so gut für lange POE (Power Over Ethernet) Strecken.
Der Linksys WRT54G / WRT54GS bis Version 4
Linksys
war einer der ersten Hersteller, die Linux auf ihren Access-Points
einsetzten. Die GPL-Lizenz, unter der Linux steht, macht es demjenigen,
der es vertreibt (kommerziell oder nichtkommerziell) zur Pflicht, seine
Abwandlung immer mit Source-Code zu vertreiben. Nach einigem Ringen mit
Linksys ist dann der Source-Code zum Download erschienen und sofort ist
die Distribution Open- WRT entstanden. Fortan hatte man also einen
Preiswerten AP, auf dem man eigene Software installieren und laufen
lassen konnte. Wie der Name schon sagt, wird Open-WRT nur fuer die
WRT54G(S) entwickelt, ist mittlerweile aber auch auf anderen APs
lauffaehig, die den selben Chipsatz in sich tragen, welche in
Deutschland jedoch kaum erhaeltlich und teurer sind. Das Kreuz von
Open-WRT ist jedoch die Bedienung und Einrichtung ueber die
SSH-Console, was man Laien und sich selbst (Hilfe-Anfragen) kaum
zumuten kann.
Das Problem erkennend und auf Open-WRT aufbauend
hat Sven-Ola aus der Berliner Freifunk-Community eine eigene Firmware
gestrickt, die Freifunk-Firmware (FFF), die mit einfacher Installation
und Einrichtung über Web-Interface endlich allen Menschen den Zugang
zum Freifunk-Netz ermöglicht, was letztendlich auch die Voraussetzung
zur Durchsetzung des Freifunkgedanken ist. Weiterer Vorteil der
Kombination aus Linksys und FFF gegenüber anderen APs ist die
Verstellbarkeit der Sendeleistung und des bevorzugten
Antennenanschlusses, was die Einhaltung von Grenzwerten bei der Nutzung
von Selbstbauantennen stark vereinfacht.
Die
neue Produktionsserie der WRT54G/GS (ab Version 5) - Serie hat dem
Gerät weniger Arbeitsspeicher verpasst sowie den Chipsatz verändert sie sind somit nicht mehr für
die Freifunkfunkfirmware geeignet! Deswegen raten wir euch zum Kauf
eines Buffalo WHR-G54S oder Asus WL500g DELUXE.
Alternativ gibt es noch die WRT54GL - Serie von Linksys, mit wenig Arbeitsspeicher, aber immer noch Linuxtauglich.
Der Linksys WRT hat ein geregeltes Netzteil das sich für lange POE Strecken sehr geut eignet.
Der "WRT-Ersatz" Asus WL500g Deluxe
Der
Asus ist ein Accesspoint der dem WRT in nichts nachsteht. Sein Preis mit
rund 80 € ist in etwa auf dem gleichen Level wie der des WRTs. Ein
Vorteil des Asus sind die beiden USB 2.0 - Ports, an den man fast alles
anstecken kann, was ein USB 2.0 port hat. Der Asus kommt mit 32 MB
Arbeitsspeicher daher und ist somit den alten WRT54GS ebenwürdig.
siehe auch WRT-Bezugsquellen
ANDERE GERÄTE
sind mit Vorsicht zu genießen... eine Liste aller Linux-tauglichen Geräte findet ihr unter http://wiki.openwrt.org/TableOfHardware Bitte
denkt daran, hier müsst ihr unter Umständen mehr Erfahrung mit dem
Umgang unter Linux mitbringen, da noch verschiedene Pakete "hinterher
installiert" werden müssen, z.b. den OLSRd.
Der PC-Hardware-AP
Hat
man noch alte PC-Hardware ab Pentium-200 bei sich rumzustehen, die nur
einstaubt, könnte sie der nächste AP werden. Was man braucht sind
eine PCI- WLan-Karte mit vernünftigem Linux-Support, evtl. eine
Netzwerkkarte, ein wenig Lust, sich mit Linux auseinanderzusetzen
(sofern nicht schon geschehen) und ein wenig Kreativität beim Entwurf
eines outdoor-tauglichen Gehäuses. Will man sich nicht auf mechanische
Teile verlassen, ist die Anschaffung eines CompactFlash-zu-IDE Adapter
in Erwägung zu ziehen. Darauf wird dann ein minimalistisches Linux
installiert, dass eigentlich nur Netzwerkfunktionalität incl.
Wirelss-Utilities liefern muss. OLSRd raufkopieren, konfigurieren und
in ein boot-script eintragen, fertig ist der AP.
Dieser Lösung
sehr ähnlich ist die Benutzung von Embedded-Boards, wie zB. WRAP oder
Soekris auf Basis des AMD Geode Chipsatzes. Diese sind kleiner,
stromsparender und tragen schon den Compact-Flash-Einschub auf der
Platine. Desweiteren sind sie von Hause aus Power-over- Ethernet-fähig
und können mit einer Spannung von 7-18V versorgt werden. Als
WLAN-Karten kommen Mini-PCI-Karten zum Einsatz, wie es sie bei Ebay mit
Atheros-Chipsatz zu selben Preisen, wie die PCI-Karten gibt.
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