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Re: Stehwellenmessung in Software ?? (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re: Stehwellenmessung in Software ??
#7165
ropf ()
Benutzer offline
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 3 Monaten  
pe2ers SWR-Meter-Design ist ok - zumindest funktioniert es. Horst hat das Konzept erweitert: ein Sägezahngenerator besorgt sowohl die x-Auslekung eines Oszilloskops als auch die Frequenzsteuerung eines Videosenders - im Ergebnis sieht man die Stehwelle über das Band. Aber der Aufbau ist nicht grade transportabel.

Das Design mißt die Abweichung von 50+j0 Ohm als kompexwertigen Betrag - und nur bei einer Soll-Impedanz von 50 Ohm entspricht das dem SWR.

Vorausgesezt, du bezeichnest als Resonanzfrequenz die mit dem geringsten SWR, läßt sie sich durch einfache Tricks ermitteln. Die Amos-Antennen haben wir zB abgeglichen. indem wir Cu-Fähnchen an die Enden gelötet - und dann millimeterweise abgeschnitten haben - unter beobachtung durch Horsts Meßaufbau.

/ropf
 
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#7166
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 3 Monaten  
hallo ihr mess-diener,
folgendes ist zwar in "SWR-soft?" etwas offtopic, aber immerhin 'meshurement'.

http://f6bon.albert.free.fr/Milliwattmetre.html

diejenigen, die jetzt die lötgriffel nicht stillehalten können,
seien noch mal daran erinnert, dass es zwischen physikalisch und logisch
ein paar kleine, hässliche und oft vergessene unterschiede gibt.

zb. kann ich (video-sender)10milliWatt_über_dipol_abgestrahlte_leistung mit nüscht weiter als einer (hot-carrier,glasgehäuse)schottki-diode (deren drähte als antenne)
am eingang eines (5€, conrad)DigiVoltMeter auf eine entfernung v. <5m 'messen'.

wenn ich aber als signal wlan-packets habe (ad-hoc-beacons+olsr-foo), also keine
kontinuierliche quelle, sondern packet-geflacker, dann zeigt ein DVM im wesentlichen
strobe-effekte (zw. d. 1/10s-beacons+ect. und dem sample+hold-takt des DVM) und
auch auf einem analogen TransistorVoltMeter würde der zeiger nur wild zucken,
und bestenfalls durch mech. trägheit das ganze zu einer art mittelwert integrieren.
auch der oft erwähnte peak-holder nutzt nicht viel, da man ja eigentlich nicht nur
die leistung/feldstärke der maximalen packets messen will, sondern,
- neben der von der packetlänge abhängigen dauer der einzelnen packets
- die spectrale_dichte (neudeutsch: frequenz-temperatur), die abhängig ist von
- der gekonften-TX-power
- der derzeitigen daten-rate
- protokoll-art des packets.
also braucht man einen (schnellen) sensor und einen oszillofanten, das alles
*mobil und outdoor-/akku-lauffähig* natürlich.
weil die wirklich spannenden/hässlichen events immer draussen, im dunkeln,
am_arsch_der_welt (kirchturm-spitzen, ect.) und bei (schnee)regen stattfinden.
(sonst wären sie ja nicht wirklich spannend).

ach ja, eh ich den logische teil vergess:
wichtig ist auch noch die herkunfts-addresse der packets. sonst misst man wieder
nur den summen-misch-masch bei verschieden, aber etwa gleichstarken quellen.
das kann zum glück das hOrst-tool auseinander-dröseln.

ja, und dann brauchts eigentlich nur noch
- einen dem messort+environment angemessenen geräte-setup,
- jemand, der eine zweckmässige methode beherrscht,
- dem nicht schnell langweilig wird, sondern freudig die kuriosesten 'lösungen',
wackel-kontakte, zercrimpungen lobt,
- gerne stunden/tagelang auf unexpected-network-events wartet,
- der keine probleme hat mit 50°-heisser dachpappe oder kalten händen/füssen,
- viel routine hat u. frustrations-resistent ist, und
- noch viel mehr skepsis, besonders den eigenen *ergebnissen* gegenüber
- und immer gut 'drauf ist, auch wenn die 'gemessenen' mit den ergebnissen
nicht zufrieden sind, sondern pampig werden.

nicht ohne grund sagt man seit ca. 100 jahren:
"Wer Hoch-Frequenz misst, misst Mist".

MORE.WIRE.LESS
NO.FREIFAKE.GOV
gruss horst_104.131.10.1
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#7167
matt ()
Benutzer offline
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 3 Monaten  
Hi,

um auf den ursprünglichen Gedanken zurück zu kommen, wollte ich anmerken, dass die Vorstellung mittels wificard und Software ein günstiges SWR-Meter zu bekommen schon verführerisch ist. Allerdings stellt sich dann die Frage wo dort was gemessen wird. Von Horst waren schon Zweifel an den Kompetenzen von Softwareentwicklern zur Umsetzung hf-seitiger analoger Vorgänge in Programme zu lesen und wer hf misst misst Mist.

Dann doch lieber ein klarer definiertes Mess-Umfeld, mit von uns bestimmten Bedingungen.

QUOTE:

Das Design mißt die Abweichung von 50+j0 Ohm als kompexwertigen Betrag - und nur bei einer Soll-Impedanz von 50 Ohm entspricht das dem SWR.


...und nur bei Erregung mit der Resonanzfrequenz des Gebildes.

QUOTE:

Vorausgesezt, du bezeichnest als Resonanzfrequenz die mit dem geringsten SWR, läßt sie sich durch einfache Tricks ermitteln.


Nein, die Frequenz mit kleinstem SWR muss nicht gleich der Resonanzfrequenz sein. Die Resonanzfrequenz hängt von der mechanischen Länge sowie Umgebungseinflüßen der Antenne ab. Bei ihr koppelt die Antenne optimal die zugefügte Energie aus. Selbst bei Fehlanpassung. Steht dann nur weniger Energie zur Verfügung. Ein Grid-Dipper für GHz wäre klasse.

Abhängig vom Antennendesign besitzt der Strahler einen Fußpunktwiderstand der gern von 50 Ohm abweicht.Weil wir mit 50-Ohm-Technik arbeiten ist der Fußpunktwiderstand an diese Bedingungen anzupassen. Umwegschleifen, div. Matches ermöglichen dies. Verändern wir zur Anpassung z.B. die Strahlerlänge verschiebt sich auch die Resonanzfrequenz. Zum Glück haben Antennen eine gewisse Bandbreite...
 
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#7168
ropf ()
Benutzer offline
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 3 Monaten  
QUOTE:

...und nur bei Erregung mit der Resonanzfrequenz des Gebildes.


Die Meßbrücke sollte im Idealfall frequenzunabhängig sein - das einzig frequenzabhängige Element ist die Antenne selbst. Real haben wir natürlich Streukazitäten uÄ, was den Einzatzbereich nach oben hin begrenzt.

Um auf das ursprünliche Thema zurückzukommen - vielleicht bringt uns dieser (von Horst gepostete) Link weiter. Der verwendete Tranceiver-chip kostet wohl 2$, und es wird nur der Empfangsteil benutzt.

Senden- Empfangen funktioniert leider bloß abwechselnd, aber bei dem Preis könnten wir auch 2 Chips einsetzen. Die Frage ist, ob wir mit dem Transmitter wobbeln können. Dann ließe sich die Meßbrücke mit auf der Platine integrieren... Die beschreibung des Cips gibt es hier

/ropf

 
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#7169
ropf ()
Benutzer offline
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 3 Monaten  
QUOTE:

Nein, die Frequenz mit kleinstem SWR muss nicht gleich der Resonanzfrequenz sein. Die Resonanzfrequenz hängt von der mechanischen Länge sowie Umgebungseinflüßen der Antenne ab. Bei ihr koppelt die Antenne optimal die zugefügte Energie aus. Selbst bei Fehlanpassung.

Das kann rein energetisch nicht ganz hin hauen. Alles, was du nicht über die antennenleitung auskoppelst, strahlt die Antenne wieder ab. Das sind mindestens 50% der aufgenommenen Energie (bei Anpassung) - egal ob die Antenne nun resonant ist oder nicht.

Für eine bessere Definition muß man warscheinlich die die Eigenschwingungen (Moden) heranziehen - und das ist (wenn wir nicht gerade einfache Dipole betrachten) eine verflixte Sache.

Gruß ropf
 
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#7170
matt ()
Benutzer offline
Re: Stehwellenmessung in Software ?? vor 3 Jahren, 2 Monaten  
Moin,

QUOTE:

Alles, was du nicht über die antennenleitung auskoppelst, strahlt die Antenne wieder ab. Das sind mindestens 50% der aufgenommenen Energie (bei Anpassung) - egal ob die Antenne nun resonant ist oder nicht.


Komme gerade nicht ganz hinterher. Du bist beim Empfangsfall? Da steht dem Empfänger natürlich maximal nur die Hälfte der induzierten Antennenspannung zur Verfügung.

Die Resonanz eines Schwingkreises ist bestimmt durch L und C, die Schärfe der Resonanz durch das Verhältnis L/C (großes Verhältnis -> schmalbandig). Antennen, als aufgeklappte Schwingkreise verstanden, verhalten sich identisch. Wobei der Strahler nicht mechanisch resonant sein muss. Beispiel 5/8 Lambda Vertical: nicht resonant aber prima Richtdiagramm, muss elektrisch auf 3/4 Lambda verlängert werden.

Durch entsprechende Anpassnetzwerke lässt sich fast jedes metallische Gebilde in eine Antenne verwandeln (Richtdiagramm und Gewinn einmal vernachlässigt). Es wird sozusagen zur Resonanz gezwungen.

Liegt die Resonanz neben der Erregerfrequenz ist der Fußpunktwiderstand nicht mehr reell sonder kapazitiv oder induktiv belastet. Ein Teil der Spannung wird reflektiert, Stehwellen entstehen.

Im Resonanzfall können ebenfalls Stehwellen auftreten, diese entstehen dann durch Fehlanpassung der Speiseleitung/Endstufe (50 Ohm) an den Fußpunktwiderstand der Antenne. Beispiel: Halbwellendipol 73 Ohm, Schleifendipol 240 Ohm.
Stehwellen können also unterschiedliche Ursachen haben. Hatte zu Beginn einen Fall mit parasitären Elementen im Kopf, der hier aber keine Rolle spielen sollte.

Falls ich daneben liege verbessert mich bitte. HF ist toll, aber so komplex...

Gruß
matthias
 
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